Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz  

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    Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz

 

Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz

Die Übersicht zum Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz findet sich auch als PDF-Datei im Downloadbereich "Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz".

Inhalt

Begriffbestimmung

Einsatzbereiche und Ziele

Erfassung der Daten

            INSA

            INSAIO

            EFA

            EFA-GEO

Stoffinformation Altlasten SINA

GEO Altlast

AS Altlast

Bewertung und Kostenschätzung

Archivaliendatenbank

Verfügbarkeit der Software

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Begriffsbestimmung

Die Untersuchung, Dokumentation und Sanierung von Boden- und Grundwasserbelastungen (insb. Altlasten) auf Bundesliegenschaften wird durch eine Reihe von DV-Verfahren unterstützt. Bevor diese im einzelnen eingehend erläutert werden, soll die Abgrenzung zwischen dem Informationssystem  Boden- und Grundwasserschutz / Altlasten INSA® und dem Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz (FIS BoGwS) deutlich gemacht werden.

Abbildung 1: Struktur des Fachinformationssystems Boden- und Grundwasserschutz

Das Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz INSA besteht aus der INSA-Datenbank und der INSA-Anwendung. Das Erfassungsprogramm EFA liefert über eine Schnittstelle Daten in das Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz Das Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz enthält neben INSA noch das geografische Informationssystem GEO BoGwS, das die alphanumerischen Daten mit graphischen Daten (Vermessungsdaten, Planunterlagen) verknüpft.

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Einsatzbereiche und -ziele des Informationssystems Boden- und Grundwasserschutz

Das Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz INSA wird zur zentralen Erfassung und Dokumentation von schädlichen Boden- und Grundwasserveränderungen eingesetzt. Erfaßt werden alle Daten zur Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Boden- und Grundwasserbelastungen auf Bundesliegenschaften.

Dazu zählen seitens des Bundesministeriums für Verteidigung (BMVg) die Liegenschaften der Bundeswehr in den alten und neuen Bundesländern. Dem Bundesministerium für Finanzen (BMF) und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) sind die zivilen Liegenschaften im Allgemeinen Grundvermögen des Bundes (AGV) und die Konversionsliegenschaften zugeordnet. Zu letzteren zählen alle Liegenschaften der Gaststreitkräfte in den alten Bundesländern und die Liegenschaften der ehemaligen WGT-Streitkräfte in den neuen Bundesländern, soweit sie nicht von der Bundeswehr übernommen oder an die Länder abgegeben wurden.

Mit dem Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz und den "Arbeitshilfen Boden- und Grundwasserschutz" verfügt die Bauverwaltung somit über eine einheitliche Verfahrens­beschreibung und die DV-Instrumente zu deren Umsetzung. Der Bearbeiter von Untersuchungs- oder Baumaßnahmen wird in seiner Arbeit unterstützt und die erhobenen Daten stehen fachübergreifend zur Verfügung. Grundvoraussetzung dafür ist die zugrunde liegende Datenbasis, die für alle Liegenschaften einheitliche Informationen enthalten muß und die Möglichkeit eines schnellen Zugriffs auf diese Informationen.

Die erhobenen Daten werden weiter genutzt für die:

·       baufachlichen Bauherrenaufgaben und baufachlichen Leistungen der Bauverwaltungen,

·       Bauherrenaufgaben der nutzenden Verwaltung,

·       Betreiberaufgaben der nutzenden Verwaltung.

INSA erfüllt damit die Anforderungen des BMVBW und des BMVg an ein Steuerungsinstrument zur Durchführung und Dokumentation der flächendeckenden Erfassung aller schädlichen Boden- und Grundwasserveränderungen und zur Verknüpfung der Daten mit einer Bestandsdokumentation.

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Erfassung der Daten

Das Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz besteht aus einzelnen, teilweise voneinander unabhängig lauffähigen Modulen. In der Abbildung 2 werden die Module INSA und EFA zur Erfassung von Fachdaten mit den einsetzenden Stellen und den Auswertemöglichkeiten und Schnittstellen dargestellt.

Abbildung 2:      Struktur des Informationssystems Boden- und Grundwasserschutz

Die zu erfassenden Daten gliedern sich in verschiedene Datenarten (Tabelle 1), die von den beteiligten Stellen erfaßt und weiterverarbeitet werden. Der Informationsfluß ist in den "Arbeitshilfen Boden- und Grundwasserschutz" geregelt und gewährleistet, daß die Daten vom erfassenden Bauamt und dem mit der Untersuchung beauftragten Ingenieurbüro über die zuständige OFD bis zum BMVBW und BMVg gelangen.

Datenart

Inhalte

EDV-
Prg.

Erfassung 

Meldedaten zum Phasenbeginn

administrative Daten zur Liegenschaft

geschätzte Termine (Beginn und Ende der Phase)

geschätzte Kosten der beauftragten Phase

INSA

OFD

Bauamt

WBV

 

Umweltbehör-den / Firmen

zuständige Behörden

beteiligte Firmen

INSA

OFD

Bauamt

Fachdaten der Phasen I, II und III

Fachdaten zur Liegenschaft

KVF / KF - Daten der Phase I

KVF / KF - Daten der Phase II

Daten zu Untersuchungspunkten und Analyseergebnissen

Daten zu Sanierungsverfahren

EFA

externer Gutachter

Wehrgeologen bei Phase I auf Bundeswehr-liegenschaften

Lagedaten

Koordinaten (Untersuchungsgebiet, Umringe der Verdachts-flächen, Lage der Untersuchungspunkte)

EFA-GEO

externer Gutachter

Wehrgeologen bei Phase I auf Bundeswehr-liegenschaften

 

 

INSAIO

 

OFD (Import der EFA-Daten ins INSA)

Meldedaten zum Phasen­ende

tatsächliche Termine und Kosten

INSA

OFD

Bauamt

Tabelle 1:   Datenarten und erfassende Stellen
OFD = Oberfinanzdirektion, WBV = Wehrbereichsverwaltung

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Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz / Altlasten INSA®

INSA dient der zentralen Erfassung, Speicherung und Auswertung aller Daten, die in der Bau- und Wehrverwaltung in den Phasen der Untersuchung auf Boden- und Grundwasserkontaminationen anfallen. Neben den Fachdaten der Untersuchungen werden administrative Daten und Daten zur Projektkontrolle gespeichert. Alle festgestellten Kontaminationen, auch die nicht sanierungsrelevanten, werden im INSA dokumentiert. Im Rahmen der einheitlichen, DV-gestützten Bestandsführung stehen diese Informationen dem Nutzer für den Betrieb der Liegenschaften zur Verfügung und können bei der Planung von Maßnahmen mit anderen Fachinformationen verknüpft werden.

Die Erfassung von Daten im INSA erfolgt in der Bauverwaltung, ein lesender Zugriff zu Auskunfts- und Informationszwecken geschieht durch die Ministerien (BMVBW, BMVg). Nutzern außerhalb der Bauverwaltung, z.B. Wehrbereichsverwaltungen (WBV´n), Standortverwaltungen (StOV´n) oder Umweltbehörden, werden die Daten ihres Zuständigkeitsbereiches zur Projektkontrolle, das Liegenschaftsmanagement oder zur Erfüllung von Informationspflichten zur Verfügung gestellt.

Abbildung 3:      Daten im Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz INSA

In das Datenmodell von INSA gingen die Anforderungen der mit der Altlastenproblematik befaßten Stellen über Bau- und Wehrverwaltung, Bundesministerien (BMVg, BMVBW, BMU) bis zum Umweltbundesamt ein. Die Anforderungen bereits vorhandener oder projektierter Programme (z.B. Verfahren zur Gefährdungsbewertung und zur Kostenschätzung), die auf den erfassten Daten aufbauen, wurden bei der Entwicklung des Datenmodells berücksichtigt. Die Dateninhalte gliedern sich in mehrere Bereiche, das grobe Datenmodell ist in Abbildung 3 dargestellt. Die Bereiche gliedern sich in Daten zur Liegenschaft, zu den kontaminationsverdächtigen oder kontaminierten Flächen (KVF/KF), den Informationen zur Probenahme und Analytik und die Daten zu Sanierungen.

Gemäß den "Arbeitshilfen Boden- und Grundwasserschutz" gliedert sich die Altlastenerkundung auf einer Liegenschaft in verschiedenen Phasen, die alle im INSA berücksichtigt werden.

Phase

Bezeichnung

wird durchgeführt durch

I

Erfassung und Erstbewertung

Bauämter (Bund zivil)
Wehrbereichsverwaltungen (Bund militärisch)

IIa

Orientierende Untersuchung

Oberfinanzdirektionen Bauämter

IIb

Detailuntersuchung

Oberfinanzdirektionen Bauämter

III

Sanierung

Oberfinanzdirektionen Bauämter

Tabelle 2:          Phasen der Altlastenuntersuchung

Im INSA werden zusätzlich zu den Phasen auch Projekte geführt. Projekte beziehen sich auf eine Liegenschaft und können auch zeitlich parallel dargestellt werden. Damit wird der bisherige starre Phasenbezug bei der Erfassung der Daten von Altlastenuntersuchungen und -sanierungen durch ein flexibles Arbeiten abgelöst. Zeitgleich zu einer Phase IIa auf einigen Verdachtsflächen kann z.B. eine Phase III auf einer anderen Verdachtsfläche erfaßt werden.

Die INSA-Anwendung stellt Eingabe- und Bearbeitungsmasken zur Verfügung. Aus INSA heraus können feste, automatisierte Auswertungen zur Ausgabe von Übersichten hinsichtlich eines Zuständigkeitsbereiches (Bauamts- oder OFD-Bezirk, bundeslandbezogen, bundesweit) abgerufen werden.

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Import-/ Exportschnittstelle INSAIO

Das eigenständige Programm INSAIO (INSA-Import und Export) dient zum Lesen und Schreiben der Daten der Erfassungsprogramme EFA / EFA-GEO. INSAIO bietet folgende Funktionalitäten:

·       Import/Export INSA <-> EFA / EFA-GEO
- administrative Daten einer Liegenschaft aus dem INSA auf EFA-Disketten exportieren          
- erfaßte EFA-Daten einer Liegenschaft von Diskette in das INSA importieren

·       Import/Export INSA <-> INSA           
- zentrale Referenzdaten      
- dezentrale Referenzdaten   
- phasenbezogene Meldedaten einer Liegenschaft     
- phasenbezogene Projektdaten (alle erfaßten Fachdaten) einer Liegenschaft

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Erfassungsprogramme

EFA®

Für die dezentrale Datenerfassung wird das Erfassungsprogramm EFA eingesetzt. Dieses wird Firmen zur Verfügung gestellt, die von der Bauverwaltung mit der Durchführung einer Phase der Altlastenerkundung beauftragt werden. Die Datenerfassung mit EFA ist Bestandteil des Auftrags und wird in den Leistungsverzeichnissen gesondert ausgewiesen. Die Ersterfassung von Verdachtsflächen auf Bw-Liegenschaften durch Wehrgeologen oder StOV´n erfolgt ebenfalls mit EFA. Eine Datenerfassung mit EFA wird jeweils für ein Projekt auf einer Liegenschaft durchgeführt. Zur Datenübergabe an die Bauverwaltung wird dem Gutachten eine Diskette mit den EFA-Daten beigelegt. Durch das Programm INSAIO werden die Daten in das INSA übernommen.

Die Überprüfung der Datenerfassung anhand der vom Ingenieurbüro gelieferten Daten erfolgt im Bauamt. Zur quantitativen Prüfung, ob alle Daten zu den KVF/KF, den Untersuchungspunkten und die Analyseergebnisse erfaßt wurden, ist in EFA die Ausgabe von Übersichten integriert. Diese ermöglichen schnell und mit wenig Aufwand die Kontrolle der Erfassung. Die Tabellen können in andere Anwendungsprogramme übernommen und weiterverarbeitet werden.

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EFA-GEO

EFA-GEO ist das Geomodul zu EFA und dient zur Erfassung von Koordinaten zu Verdachtsflächen, Untersuchungspunkten und Projektgrenzen. Als Erfassungs­grundlage dienen großmaßstäbige Liegenschaftspläne, die gescannt und georeferenziert werden. Ebenfalls können topografische Grundkartenwerke oder Ortholuftbildpläne aktueller Befliegungen im Maßstab 1:5.000 verwendet werden. Wenn ein topografischer Grundplan des Liegenschaftsinformationssystems Außenanlagen LISA vorhanden ist, wird dieser als Kartierbasis verwendet.

EFA-GEO kann für die Objekte (KVF, UP,...) aus EFA neue Koordinaten erfassen und die Objekte im Lageplan darstellen. Bereits in den EFA-Tabellen vorhandene Koordinaten stellt EFA-GEO auf der Kartengrundlage da. Nach der Erfassung oder Änderung eines Objektes schreibt EFA-GEO die Koordinaten direkt in die Datentabellen von EFA. Die Koordinaten werden im Rahmen des normalen Datenflusses ins INSA übertragen.

In der ALK-GIAP Anwendung GEO Boden- und Grundwasserschutz werden aus den in INSA gespeicherten Koordinaten die Giap-Objekte zu den KVF, Liegenschaften und Projektgebieten durch eine automatische Objektbildung generiert.

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Stoffinformation Altlasten SINA

Bei der Untersuchung und Bewertung von kontaminationsverdächtigen oder kontaminierten Flächen (KVF / KF) werden in allen Phasen der Bearbeitung von Boden- und Grundwasserkontaminationen Informationen zu den noch vermuteten oder bereits nachgewiesenen Schadstoffen benötigt. In das Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz wurden deshalb Schadstoffinformationen als Modul SINA (Stoff-INformation Altlasten) integriert. Grundlage für SINA ist die in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt in Berlin (UBA) entwickelte SToffdatenbank für AltlastenRelevante Schadstoffe (STARS). Um manuelles Eingeben zu vermeiden und die Aktualität der Daten zu gewährleisten, wird die STARS soweit als möglich über im UBA vorhandenen Datenbanken gefüllt und aktualisiert.

SINA macht die für die Bau- und Wehrverwaltung relevanten Daten der STARS für das Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz nutzbar. Zusätzlich zu Daten aus der STARS werden in SINA die Daten der Datenbank des BMVBW über Kontaminationsprofile von militärischen und Rüstungsaltlasten bereitgestellt.

Abbildung 4:      Konzept von SINA als Kopplung von STARS-Daten mit den Kontaminationsprofilen und die Integration in das INSA

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Stoffinformationen in SINA

Die Auswahl der SINA-relevanten Bereiche der STARS orientierte sich an den Aufgaben der Anwender in der Bau- und Wehrverwaltung. Es sind deshalb Stoffinformationen zu folgenden Bereichen enthalten:
- allgemeine Stoffdaten              - Toxizitätsdaten                       - Listen- und Grenzwerte
- Analytik                                  - Sanierungsverfahren                - Arbeitssicherheit /  Erste Hilfe

Für Gemische (z.B. Altöl, Benzin, Entaktivierungsmittel) wird in einer Gemischliste die Aufschlüsselung in Einzelkomponenten vorgenommen.

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Kontaminationsprofile in SINA

In INSA und EFA ist für militärische Nutzungen und militärchemische Einrichtungen der Rüstungsindustrie eine Nutzungsreferenzliste vorhanden.

Für 159 dieser militärischen Nutzungen und 93 Bereiche der Rüstungsindustrie (Rüstungsaltlasten), die zu Kontaminationen geführt haben können, sind in SINA Nutzungsbeschreibungen und das daraus resultierende typische Schadstoffinventar (Kontaminationsprofil) aufgeführt.

Die Beschreibung der Kontaminationsprofile ist in mehrere Abschnitte gegliedert.

A   Allgemeine Informationen

B   Besonderheiten der Nutzung und des Stoffumgangs durch Streitkräfte unterschiedlicher nationaler Zugehörigkeit und der ehemaligen Wehrmacht

C   Schadstoffinventar

D   Umweltgefährdungspotential der KVF

Neben SINA als eigenständige PC-Version gibt es die Anbindung von SINA an das Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz als Oracle-Anwendung.

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GEO Altlast

Im Rahmen der Integration des Informationssystems Boden- und Grundwasserschutz in ein geographisches Informationssystem, wurde zur Erzeugung von Fachplänen mit Darstellung der kontaminationsverdächtigen und/ oder kontaminierten Flächen und den Untersuchungspunkten das GEO Altlast entwickelt. GEO Altlast ist ein Baustein des Liegenschaftsinformationssystems Außenanlagen - LISA des BMVg und BMVBW (Abbildung 5) und baut auf dessen Basissoftware, dem Geoinformationssystem ALK-GIAP und dem Datenbankmanagementsystem Oracle auf. GEO Altlast wird zur integrierten Bearbeitung der alphanumerischen und graphischen Daten eingesetzt.

Abbildung 5:      Einbindung des Fachinformationssystems Boden- und Grundwasserschutz in das Liegenschaftsinformationssystem Außenanlagen - LISA

Neben GEO Altlast wird auf gleicher Basis auch ein GEO KANAL entwickelt. Durch die Integration dieser und weiterer Teilsysteme unter dem Basissystem TOPOLIS (GEO Top) wird der Weg zu einer einheitlichen, fachübergreifenden Erfassung, Bestandsführung und Bestandsdokumentation unter Berücksichtigung der Altlasten eröffnet. GEO Altlast ist nur gemeinsam mit dem Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz lauffähig.

Altlastrelevante graphische Informationen, die zusätzlich zum Plan der Liegenschaft erfaßt werden, sind die Grenzen der KVF/KF in den unterschiedlichen Bearbeitungsphasen, die Lage der Untersuchungspunkte, sowie die sanierten Bereiche (Sanierungsflächen). GEO Altlast enthält Funktionen zur geometrischen Erfassung der KVF/KF und zur Zuordnung (Objektbildung) von Liegenschaften, KVF/KF und Untersuchungspunkten. Damit ist die dialogorientierte Verknüpfung von Informationen aus der INSA-Datenbank mit den graphischen Objekten gemeint.

Abbildung 6:      Darstellung von kontaminationsverdächtigen Flächen mit Untersuchungspunkten in GEO Altlast und AS Altlast

Die Übernahme von Luftbildern oder Luftbildkartierungen und von durch Fachfirmen im Rahmen ihrer Arbeit erstellten Lageplänen (DXF-Import) ist möglich. Über die Auswahl einer KVF/KF oder eines Probenahmepunktes (z.B. Sondierung, GW-Meßstellen) am Graphikbildschirm kann direkt die entsprechende Maske der INSA-Anwendung geöffnet werden. Aus INSA heraus ist auch eine meßwertabhängige Auswahl von Probenahmepunkten möglich, die dann in der graphischen Darstellung hervorgehoben werden.

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AS Altlast

Die Komponente Auskunftssystem (AS) Altlast dient als einfache Fachanwendung zum Zugriff auf die im GEO Altlast erfaßten Daten für Steuerungs- und Lenkungsaufgaben. Mit dem System werden die geometrischen und Fachdaten dargestellt. Eine Erfassung und Änderung von geometrischen und Fachdaten ist nicht möglich. Mit dem AS Altlast wird der DV-gestützte Betrieb von Liegenschaften auf Basis der Bestandsdokumentation im GEO Altlast möglich.

Das AS Altlast enthält Funktionen zur Darstellung der kontaminationsverdächtigen oder kontaminierten Flächen (KVF/KF) sowie zur Präsentation von im INSA gespeicherten Daten (Meßergebnisse, Bewertungen, Kostenschätzungen). Ein Beispiel ist in Abbildung 6 dargestellt.

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Bewertung und Kostenschätzung

Alle bisher vorgestellten Module dienen der Erfassung, Speicherung und Darstellung von altlastspezifischen Daten. Bis auf das Erfassungsprogramm EFA basieren sie auf der Basissoftware Oracle und ALK-GIAP. Durch diese gemeinsame Basis können sie auf demselben Datenbestand arbeiten, so daß ein Import oder Export von Informationen entfällt.

Es wurden aber auch Schnittstellen zu Fremdprogrammen geschaffen, die erst nachträglich in die Entwicklung einbezogen wurden. Dazu zählen Programme zur Kostenschätzung und der Bewertung.

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KOSAL - Kostenabschätzung bei der Sanierung von Altlasten

Ein wichtiges und schwieriges Kapitel bei der Altlastenerkundung ist die Ermittlung der Sanierungskosten. Besonders bei der Vielzahl von Bundesliegenschaften sind globale Schätzungen zur Finanzplanung notwendig. Eine erste Abschätzung mit Daten aus der Phase I liefert unsichere Kostenaussagen, die man aber verbessern kann, wenn bereits für eine größere Anzahl von Liegenschaften Kostendaten für Orientierende und Detailuntersuchungen und abgeschlossene Sanierungen vorliegen und statistisch ausgewertet werden. Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wurden solche Auswertungen in eine Systematik zur Kostenabschätzung bei der Sanierung von Altlasten umgesetzt und im Auftrag des BMVBW als EDV-Programm KOSAL realisiert. Bei der Entwicklung wurden die Anforderungen der OFD Hannover hinsichtlich militärischer Liegenschaften berücksichtigt. Der Datenbedarf von KOSAL war eine der Grundlagen für die Anforderungen an den Umfang der Daten, die in der Phase I erhoben und im INSA gespeichert werden.

Die Übernahme aller relevanten Daten zu den KVF aus dem Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz INSA geschieht über eine ASCII-Schnittstelle. KOSAL liefert als Ergebnis geschätzte Sanierungskosten für jede KVF, die wiederum ins INSA übernommen werden können.

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Bewertungsprogramm BEMA

Art und Ausmaß der Kontaminationen auf einer Liegenschaft werden während der Ersterfassung sowie der orientierenden und Detailuntersuchung ermittelt und die Ergebnisse im Informationssystem Boden- und Grundwasserschutz gespeichert. Die Gefahren für die Schutzgüter Mensch, Boden und Grundwasser, die von der Kontamination ausgehen, sind wesentliche Grundlagen für die Bewertung und Gefährdungsabschätzung. Nach jeder Untersuchungsphase wird eine Bewertung mit einem formalisierten Bewertungsverfahren durchgeführt. Das Ergebnis ist eine Entscheidungshilfe bei der Priorisierung der weiteren Arbeiten. Es wird sichergestellt, daß Verdachtsflächen mit dem größten Gefahrenpotential auch mit der höchsten Priorität bearbeitet werden. Damit bundesweit ein einheitliches Verfahren angewandt wird und vergleichbare Ergebnisse liefert, sollte die formalisierte Bewertung an zentraler Stelle nach einheitlichen Kriterien erfolgen.

Nach der Ersterkundung (Phase I) wird für Bundeswehrliegenschaften das Baden-Württemberger Bewertungsverfahren eingesetzt. Dazu wurde das Verfahren in das Programm BEMA umgesetzt, welches aus INSA mit den nötigen Eingangsdaten versorgt wird.

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Archivaliendatenbank

Nutzung, Infrastruktur, Produktions- und Handlungsabläufe von Standorten, die vor 1945 genutzt wurden, sind in vielen Fällen heute nicht mehr vor Ort zu rekonstruieren. Die meisten Anlagen wurden vor über 50 Jahren zerstört, demontiert oder überbaut. Um verläßliche Angaben für eine Bewertung und Beurteilung zu erhalten, sind fundierte Recherchen in in- wie ausländischen Archiven unumgänglich. Die OFD Hannover hat deshalb im Rahmen verschiedener konkreter Liegenschaftsaufträge sowie auf Erlaß des BMVBW vom 07.03.1995 zahlreiche Recherchen in nationalen und internationalen Archiven durchgeführt.

Um eine zeitnahe Verwertung der Informationen zu ermöglichen, wurde eine EDV-gesteuerte Erfassung entwickelt. Diese Archivalien-Datenbank erfaßt alle recherchierten Quellen einerseits unter thematischen und andererseits unter standortbezogenen Gesichtspunkten und gewährleistet den schnellen Zugriff auf die entsprechenden Archivalien.

In der Datenbank werden die durch die Recherchearbeiten gewonnenen Daten und Materialien zentral verwaltet und sind über bestimmte Suchmodalitäten jederzeit verfügbar. Derzeit sind ca. 6200 Archivalien mit einem Gesamtumfang von ca. 600.000 Seiten erfaßt.

Es lassen sich Abfragen über die inhaltliche Aussage der Archivalien (Archivalienabfrage) sowie über den Archivalienbestand (Bestandsabfrage) durchführen. Darüber hinaus bietet die Datenauswertung Möglichkeiten zur Verwaltung reproduzierter Archivalien (Archivalienverwaltung).

Auf Anforderung werden für die Bearbeitung von Bundesliegenschaften durch die OFD Hannover die relevanten Daten kostenfrei extrahiert und die vorhandenen Archivalien zur Verfügung gestellt.

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Verfügbarkeit der Software

Zum Betrieb des INSA sind das RDBMS Oracle und die zugehörigen Tools Oracle-Forms und Oracle-Reports (Basissoftware des LGMS) notwendig. Diese sind für die Bauverwaltung als Standard eingeführt und stehen flächendeckend zur Verfügung. Entsprechende Lizenzen können abgerufen werden. Die Anwendung INSA ist durch die OFD Hannover entwickelt worden und wird den für die Bearbeitung von Bundesliegenschaften zuständigen Behörden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die Schadstoffdatenbank SINA ist Bestandteil des Informationssystems Boden- und Grundwasserschutz und wird im Zusammenhang mit der Anwendung INSA eingerichtet. SINA-PC wurde auf der Umwelt-CD-ROM des BMVBW kostenfrei an Einrichtungen der öffentlichen Hand verteilt. Fachfirmen und Ingenieurbüros können sie zum Selbstkostenpreis über die OFD Hannover beziehen.

Das EFA-Programm ist durch die OFD Hannover entwickelt worden und wird der Bauverwaltung, der Wehrverwaltung und beauftragten Ingenieurbüros kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Das Kostenschätzungsprogramm KOSAL kann von der Bauverwaltung für den Selbstkostenpreis von 200,- DM bei der Firma focon in Aachen angefordert werden.

Für den Einsatz des GEO Altlast ist der ALK-Giap (Basissoftware des LISA) notwendig. Die eigentliche Anwendung GEO Altlast ist durch die OFD Hannover entwickelt worden und wird den für die Bearbeitung von Bundesliegenschaften zuständigen Behörden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt für das Auskunftssystem AS Altlast, welches mit dem Auskunftsinformationssystem AIS der Basissoftware realisiert wird.

 

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