Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz  

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    Fachinformationssystem Boden- und Grundwasserschutz     Einzel-Module     STARS und SINA

 

Datenbank Stoffinformationssystem Altlasten SINA

Grundlage für SINA ist die in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt in Berlin (UBA) entwickelte SToffdatenbank für AltlastenRelevante Schadstoffe (STARS). Die STARS enthält neben den Daten der Stoffinformation des BMVBW noch weitere Bereiche, insbesondere zum Abbauverhalten von Stoffen in der Umwelt und zur Ökotoxikologie. Um manuelles Eingeben zu vermeiden und die Aktualität der Daten zu gewährleisten, wird die STARS soweit als möglich über im UBA vorhandenen Datenbanken gefüllt und aktualisiert.

Zusätzlich zu den relevanten Daten der STARS werden in SINA die Daten der Datenbank der OFD Hannover über Kontaminationsprofile von militärischen und Rüstungsaltlasten bereitgestellt.

Abbildung 1:      Konzept von SINA als Kopplung von STARS-Daten mit den Kontaminationsprofilen und die Integration in das INSA

Stoffinformationen in SINA

Die Auswahl der SINA-relevanten Bereiche der STARS orientierte sich an den Aufgaben der Anwender in der Bau- und Wehrverwaltung. Es sind deshalb Stoffinformationen zu folgenden Bereichen enthalten:
- allgemeine Stoffdaten              - Toxizitätsdaten                       - Listen- und Grenzwerte
- Analytik                                  - Sanierungsverfahren                - Arbeitssicherheit /  Erste-Hilfe

Für Gemische (z.B. Altöl, Benzin, Entaktivierungsmittel) wird in einer Gemischliste die Aufschlüsselung in Einzelkomponenten vorgenommen.

Kontaminationsprofile in SINA

Im INSA ist eine Referenzliste für Stoffe und Analyseparameter hinterlegt. Weiterhin ist für militärische Nutzungen und militärchemische Einrichtungen der Rüstungsindustrie eine Nutzungsreferenzliste vorhanden.

Für 159 dieser militärischen Nutzungen und 93 Bereiche der Rüstungsindustrie (Rüstungsaltlasten), die zu Kontaminationen geführt haben können, sind in SINA Nutzungsbeschreibungen und das daraus resultierende typische Schadstoffinventar (Kontaminationsprofil) aufgeführt.

Die Beschreibung der Kontaminationsprofile ist in mehrere Abschnitte gegliedert.

A   Allgemeine Informationen

Die funktionale Beschreibung der Nutzung erfolgt hinsichtlich der Anwendung, Lagerung und des Transports potentieller Schadstoffe. Viele der Nutzungen, wie z.B. Tankanlagen, sind nicht spezifisch militärisch, sondern auch im zivilen Bereich anzutreffen. Die militärchemischen Einrichtungen der Rüstungsindustrie wurden dabei funktional zusammengefaßt.

B   Besonderheiten der Nutzung und des Stoffumgangs durch Streitkräfte unterschiedlicher nationaler Zugehörigkeit und der ehemaligen Wehrmacht

·         Ehemalige NVA

·         Ehemalige WGT

·         US-Streitkräfte

·         Bundeswehr

·         Wehrmacht (für Rüstungsaltlasten)

 

C   Schadstoffinventar

Für jede beschriebene Nutzung werden die Schadstoffe aufgeführt, die nach den Handlungsabläufen und den Einsatzstoffen zu erwarten sind. Abbauprodukte der ursprünglich vorhandenen Kontaminanten, z.B. bei Rüstungsaltlasten, werden berücksichtigt. Jeder dieser Stoffe wird hinsichtlich seines Kontaminationsgrades (Einschätzung der möglichen Belastung) und seines r0-Wertes (Maß der Stoffgefährlichkeit) bewertet. Ergebnis ist das schadstoffspezifische Gefährdungspotential.

Alle einer Nutzung zugeordneten Schadstoffe ergeben deren mögliches Schadstoffinventar oder Kontaminationsprofil. Damit wird im ersten Schritt die Ausrichtung des Untersuchungsprogramms auf die Kontaminanten mit den größten schadstoffspezifische Gefährdungspotential ermöglicht. Werden eingehendere Untersuchungen durchgeführt, kann auch die Kontamination durch die übrigen Stoffe überprüft werden.

D   Umweltgefährdungspotential der KVF

Aus der Gefährdungsabschätzung der im Schadstoffinventar aufgeführten Einzelstoffe wird für jede Nutzung eine Kategorie des Unweltgefährdungspotentials gebildet.

1.    oft sehr hoch belastete KVF

2.    oft hoch belastete KVF

3.    in allgemeinen mittleres Gefährdungspotential

4.    meist geringe zu erwartende Belastung der KVF

5.    anthropogen beeinflußt, wahrscheinlich unbelastete Fläche

Die Anbindung von SINA an das Informationssystem Altlasten erfolgte als Oracle-Anwendung. Neben dieser gibt es eine Version SINA-PC. Dieses Programm ersetzt die Loseblattsammlung der Schadstoffinformationen und macht die Daten der STARS und die Kontaminationsprofile für Anwender nutzbar, die nicht über eine Oracle-Installation verfügen.

 

 

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