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Bestandsdokumentation auf Bundesliegenschaften | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Digitale Bestandsdokumentation mit dem Liegenschaftsinformationssystem Außenanlagen LISA® - Grundlage für ein bundesweit einheitliches LiegenschaftsmanagementSeit Anfang der 90er Jahre werden für Liegenschaften des Bundes Fachaufgaben im Bereich der Außenanlagen durch die Bauverwaltungen der Länder (BV d. L.) effizient auf der Grundlage baufachlicher Regelwerke mit EDV-Unterstützung bearbeitet. Die mittlerweile existierenden zahlreichen Einzelbausteine für die Untersuchung und Sanierung von Abwasseranlagen, den Boden- und Grundwasserschutz (Altlasten), den Bau und Betrieb von POL-Anlagen sowie die Bestandsvermessung wurden auf der Basis eines einheitlichen Raumbezuges durch die baufachlichen Richtlinien Vermessung (BFR Verm) zusammengefasst und bundesseitig in das Liegenschaftsinformationssystem Außenanlagen LISA® integriert. LISA wurde durch die OFD Niedersachsen im Auftrag des BMVBW und des BMVg entwickelt. Nähere Informationen und Beschreibungen sind dem LISA-Rahmenkonzept zu entnehmen. Dieses steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung. Strategische Bedeutung der digitalen BestandsdokumentationDer Neu-, Um- und Erweiterungsbau mit dem damit verbundenen Bauunterhalt von Gebäuden und baulichen Anlagen stellte bisher den Aufgabenschwerpunkt der Bauverwaltungen dar. Dieser Schwerpunkt verlagert sich gegenwärtig hin zum kostendeckenden Management und der nachhaltigen Bewirtschaftung von Liegenschaften, die als Einheit von Grundstück, Gebäude und Außenanlagen zu betrachten sind. Dies kann nur gelingen, wenn aktuelle und umfassende Informationen über den Liegenschaftsbestand in Form von Bestandsdaten vorliegen. Bestandsdaten beinhalten neben Fachdaten vor allem geografische Daten (Geoinformationen) zur Beschreibung des räumlichen Bezuges. Bauen auf LiegenschaftenEine aktuelle und vollständige digitale Dokumentation des Bestandes auf Liegenschaften ist die unabdingbare Grundlage jeglichen Planens und Bauens. Nur so lassen Kosten für Mehrfachvermessungen und Mehrkosten aufgrund von Planungsfehlern und Beschädigungen unterirdischer Anlagen bei der Durchführung von Baumaßnahmen vermeiden. Betrieb von LiegenschaftenDie Verwaltung und der Betrieb von Liegenschaften erfordert aufeinander abgestimmte Informations- und Steuerungsinstrumente, die sich auf detaillierte digitale Bestandsdaten stützen. Das darauf aufbauende Liegenschaftscontrolling ist eine wesentliche Voraussetzung für eine wirtschaftliche Nutzung der Liegenschaften. Liegenschaftsübergreifende Steuerungs- und LenkungsaufgabenOhne eine geeignete Datengrundlage in aggregierter Form aus der Bestandsdokumentation können Informations- und Steuerungsinstrumente der liegenschaftsverwaltenden Dienststellen und der Ministerien (z. B. der Bundesliegenschaftsnachweis (BLN) des BMF) nicht wirksam eingesetzt werden. Anforderungen an die Daten und deren QualitätssicherungDie von BMVBW und BMVg eingeführten BFR Verm stellen sicher, dass der gesamte bauliche Bestand in Liegenschaften des Bundes nach einem einheitlichen Verfahren digital erfasst wird. Mit den DV-Werkzeugen des LISA werden die digitalen Bestandsdaten übernommen und mit Fachdaten verknüpft und redundanzfrei geführt und gepflegt. Mit dem Auskunftssystem des LISA können sowohl die geometrischen Daten wie auch die Fachdaten allen Anwendern zur Verfügung gestellt werden. Leitstellen dienen der effizienten UmsetzungDie im „Rahmenkonzept zur Einrichtung und Anwendung des LISA“ dargestellte Organisationsstruktur mit einer Leitstelle für jeden Fachbereich (Vermessung, Abwasser, Boden- und Grundwasserschutz und POL) stellt sicher, dass die Zuständigkeit für die Qualität der Daten jeweils nur bei der jeweiligen Stelle mit schreibendem Zugriff liegt. Es ist zu prüfen, ob durch Bündelung der Leitstellen die Verwaltungskosten gesenkt werden können. Die Leitstellen sind für die Übernahme und Führung der Bestandsdaten als Primärnachweis verantwortlich. Den Ortsinstanzen werden die von den Leitstellen erzeugten Geoinformationen und Fachdaten als Sekundärdaten zur Nutzung als „Digitale Plankammer“ zur Verfügung gestellt. Nutzen der digitalen BestandsdokumentationDie Wirtschaftlichkeit der digitalen Bestandsdokumentation ist bereits beim Antrag des LISA-Projektes dargelegt worden. Es wird erwartet, dass die durch die Einführung des LISA notwendigen Investitionen Þ kurzfristig durch Einsparungen infolge Verkürzungen der Bearbeitungszeiten, Þ mittelfristig aufgrund Vermeidung von Mehrkosten durch qualitativ verbesserte Ergebnisse und Mehrfachnutzung der Ergebnisse (Geoinformationen) ausgeglichen werden bzw. zu Einsparungen führen, Þ den Einsatz aufeinander abgestimmter Informations- und Steuerungsinstrumente für Cotrollingaufgaben ermöglichen. Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) haben einen Flyer herausgebracht, der eine Beschreibung des Liegenschaftsinformationssystems Außenanlagen LISA enthält.
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